Tipps Fertigparkett verlegen

Tipps Fertigparkett verlegen

Tipps Fertigparkett verlegen

Parkett kann man fast auf jedem ebenen Grund verlegen, auch auf Fußbodenheizungen (hierbei ist jedoch zu beachten, dass Holz eine geringere Wärmeleitfähigkeit besitzt als beispielsweise Stein oder Keramik). Meist empfiehlt sich ein Unterboden, zum Beispiel aus zement- oder magnesitgebundenen Spanplatten oder speziellen Gipsfaserplatten, sogenannten Trockenestrichelementen. Herkömmlicher Estrich muss sehr gründlich austrocknen, was unter Umständen einige Wochen dauern kann (Parkett auf feuchtem Estrich wirft Wellen, im Extremfall „explosionsartig” als Gewölbe über die gesamte Raumfläche.) Liegt kein Untergeschoss unter dem Fußboden, ist unter Umständen eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Nässe nötig. Auf Teppichboden verlegt, kann das Parkett rutschen.

Parkett abschleifen

Nach einigen Jahren muss unter Umständen die Parkettoberfläche neu behandelt werden. Dazu wird die oberste Schicht abgeschliffen. Deswegen hält mehrschichtiges Parkett mit einer dicken Nutzschicht länger als Parkett mit einer Nutzschicht von schlimmstenfalls nur 0,4 Millimeter. Faustregel: Ein dickeres Parkett hat auch eine dickere Nutzschicht. Nach Herstellerangaben lässt sich ein Parkett mit einer 4 Millimeter starken obersten Lage ein- bis zweimal abschleifen, was für 30 bis 50 Jahre reicht. Massives Parkett kann wesentlich länger halten.

Parkett Oberflächenbehandlung

Viele Parketthersteller bieten ihre Produkte auch ohne Oberflächenbehandlung an. Sie können diese selbst behandeln oder von einem Parkettleger behandeln lassen.

Vorteil Fertigparkett

Tipps Fertigparkett verlegen. Fertigparkett hat gegenüber traditionell verlegtem Parkett den Vorteil, dass es mit wesentlich weniger Aufwand und Verschmutzung in einen Innenraum bzw. die Wohnung eingebaut werden kann. Die Nutzung ist wesentlich schneller möglich. Wenn ein Parkettleger ein Fertigparkett verlegt, ist dies nicht unbedingt billiger als ein traditionelles massives Parkett, da die fertigen Elemente bei entsprechender Qualität teurer sind als die üblichen Stäbe.

Mehrschichtiges Parkett

Mehrschichtiges Parkett arbeitet nicht, weil die Schichten so zueinander verklebt sind, dass sie Spannungen ausgleichen. Massives Parkett dagegen arbeitet und muss genagelt oder vollflächig verklebt werden. Letzteres gilt vor allem für Parkett, das dünner als 13 Millimeter ist, weil es aufgrund seiner Leichtigkeit federt. Daher ist die Wahl des Klebers von entscheidender Bedeutung. Nicht nur, dass er ausreichend kräftig sein muss. Viele enthalten Formaldehyd oder einen großen Anteil Lösemittel. Es gibt aber formaldehyd- oder lösemittelfreie Dispersionskleber, nach denen Sie zum Beispiel bei renommierten Parkettlegern oder im Fachhandel fragen können.

Nutzschicht Fertigparkett

Der Preis hängt stark von der Dicke des Fertigparketts und damit auch von der Dicke der Nutzschicht ab. Außerdem sind die Preise in den vergangenen Jahren stark gefallen und werden letztendlich von den einzelnen Händlern festgesetzt.

Parkettsortierungen

Parkett wird üblicherweise in drei Sortierungen angeboten. “Natur” zeigt am wenigsten Farbunterschiede, Äste und Unregelmäßigkeiten, es folgen “gestreift” und “rustikal”. Damit sind nur Aussehen und optische Wirkung gemeint, über die Qualität des Parketts sagen diese Sortierungen nichts. Sie sind für Eiche genormt, werden aber bei anderen Holzarten oft ähnlich benutzt.

Trittschalldämmung Fertigparkett

Unter Fertigparkett, das schwimmend verlegt wird, empfiehlt es sich, zum Ausgleich von Unebenheiten und zur Trittschalldämmung eine dünne Kork- oder Vliesschicht auszurollen.

Geöltes Parkett

Gewachstes oder geöltes Parkett trägt zur Regulierung der Raumluft bei. Es lässt sich relativ einfach reparieren, stellenweise abschleifen und mit Wachs oder Öl nachbehandeln. Allerdings muss es sorgfältig gepflegt und regelmäßig nachgewachst werden. Man kann es mit Wasser und Schmierseife wischen. Dabei darf aber kein Wasser stehenbleiben, sonst entstehen Flecken. Vorsicht also mit Blumenkübeln.

Laminate

Laminate sind kein Ersatz für massives Parkett. Obwohl als “unverwüstlich” proklamiert, sind sie durchaus empfindlich gegen scharfkantige Partikel wie Steine oder Sand. Abschleifen und neu behandeln lassen sie sich nicht. Bei vermehrter feuchter Reinigung dringt Wasser in die Paneelfugen und lässt die Trägerplatte ggf. derart aufquellen, dass neben einer optischen Negativwirkung deutliche Unebenheiten erzeugt werden. Formaldehydhaltige Trägerplatten können durch das Aufgehen der Fugen ihr Emissionsverhalten verstärken.

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By | 2017-08-29T16:57:41+00:00 September 14th, 2015|Allgemein, Altbausanierung, Bauleitung, Bautechnik, Bautechnik-Tipps|0 Comments

About the Author:

Architekt Reiner Gahn, geboren 1964 in Vaihingen/Enz, ist seit 1997 als freier Architekt tätig. Seit über 20 Jahren lebt er mit seiner Frau und inzwischen drei Kindern in der Nähe der urschwäbischen Universitätsstadt Tübingen. Bewusster bauen, den Bauprozess für Bauherren verständlich machen und wirklich nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen, das ist eines seiner Ziele für die Zukunft. Erfahren Sie mehr auf diesem Blog.